Der vierte Funkertag des DARC
am 10.06.2006

natürlich auch beim VFDB !


Der Funkertag wurde von den DARC-Distrikten Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen ins Leben gerufen. Er findet dieses mal zum vierten mal statt. Sinn ist es, den Amateurfunk auf allen Bändern publikumswirksam darzustellen.
Es ist gewissermaßen eine lockere Variante eines Contestes, bei dem ja ab irgendwann doch ein gewisser Stress einsetzt.
Wir haben diese Vorgabe leicht modifiziert und uns in loser, zwangloser Art, wie es bei uns üblich ist, als Ortsverband Havelland in das Havelland verkrümelt. Dort haben wir uns einen schönen Hügel ausgesucht und bei strahlendem, blauem Himmel Funkbetrieb auf vielen Bändern gemacht.


VFDB-Ortsverband  Z 94, Havelland  -  Blick über das Havelland

Auf diese Art wurde unser Clubrufzeichen DK0CQ wieder einmal in die Luft gebracht und wir konnten reichlich Punkte verteilen.


 

Wer also diese Flagge sah, war schon mal auf dem richtigen Hügel angekommen.

Interessant für Technikfreaks:
Diesen Fahnenmast haben wir der Fussball-WM zu verdanken, denn diese Steck-/Schiebemasten gab es eigentlich für die Deutschlandfahne zum halbwegs verträglichen Preis in verschiedenen Lebensmitteldiscountern zu kaufen.

Die WM macht's möglich.

Dieser Flaggenmast stand logischer Weise isoliert über dem Erdboden und wurde für 20m angepasst.

 

 

Was aber viel wichtiger ist, ist die Verpflegung.

 
Je nach Überzeugung wurde mit Gas oder Kohle gegrillt. So entstanden verschiedene Brutzelstellen.

Während die ersten Würstchen garten, entstanden auch unter gnadenloser Sonne die ersten 80m-QSO's. 

Es ging also nicht nur auf den Funk-Bändern heiß her.

 

 

Währenddessen stärkten sich die anderen Aktivisten schon mal für ihren Einsatz.

Unser Jung-Abiturient hatte in CW schon seine ersten Runden hinter sich gebracht. 

Kaum hatte er sich mit Würstchen gestärkt, 
ging es wieder zur Station und die Taste 
wurde erneut geschwungen.

Weit ab von den Anderen, aber dicht genug dran um alles mitzubekommen.

Mit wachem Auge begrüßte er jeden mit Winke-Winke, währenddessen die andere Hand pausenlos CW-Zeichen in die Taste gab. 

Zu gleicher Zeit wurden kritisch neue Antennen begutachtet.

Überlegt, woran es liegt, das es doch nicht so geht wie es sollte...

 

 

Na ist doch logisch, mit so 'nem Kabel, 
das kann doch nicht gehen... 

 

Na ist doch logisch, mit so 'nem Stecker, 
das kann doch nicht gehen... 

 

 

 

Na siehs'te, das SWR ist doch prima...

 

Ich glaub's kaum...

 


Alle weg, ich fang an...


CQ CQ ...


Und diese Loop kam zum Einsatz

Unser Abiturient schwang weiterhin unermüdlich seine Taste.

Zur Aufklärung, sein T-Shirt trug die Aufschrift: "ABI 1950"

Meine Hochachtung.


Jedenfalls haben wir die VFDB-Fahne hoch gehalten und uns gut amüsiert. 

Schließlich war es soweit, 18:00 Uhr, 
der BB-Rundspruch, vorgelesen von DL7APN, ging los.

Wir wären keine Funkamateure, wenn wir nicht auch kommerzielle Funktechniken ausprobieren würden. Dank eines UMTS-Modems gab es auch Zugriff auf das Internet und so bekamen wir den BB-Rundspruch nicht nur zu hören sondern auch zu sehen.  

Logischer Weise wurde auch nicht nur der Inhalt des Rundspruchs, sondern auch der Sprecher kommentiert. Aber damit muß man leben, schließlich ist Amateurfunk ein frei empfangbarer Funkdienst.  
Interessant waren hier die unterschiedlichen Signalverzögerungen des Audiosignals zwischen dem UMTS-Signal und den unterschiedlichen Ausstrahlungsfrequenzen auf 2m und 70cm. Hier lagen, je nach Frequenz, unterschiedliche Signalwege dazwischen, die auf eine Digitalisierung des Signalwegs hindeuten. Die größte Verzögerung lag beim UMTS-Signal vor.
 

Auch der längste Rundspruch geht vorbei und man widmet sich dem Small-Talk 

und 

der elektronischen Bekämpfung von Mückenstichen mittels Infrarotstrahlung.

Es gab noch vieles zum Lachen. 

Ein schöner Tag ging zu Ende. 

Die ganz hartgesottenen begannen ihre Zelte aufzuschlagen und verbrachten eine Nacht, fast bei Vollmond. 
Der Vollmond war erst einen Tag später.