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Vierte
Notfunkübung in Kläham am 25.7.2008 von 18:00 bis 20:30
Beteiligte:
220 Laeufer vor dem
Start auf 6,6 km
DC8RI
(sitzend) koordiniert Start
und Ziel
DB1RDS
DB1RAM
2.OVV Z 76
DC8RI
EMVU Z 76
DH2RL
Webmaster Z 76
Notarztwagen
BRK
FFW
Kläham
Dieses Jahr, nun zum vierten Mal, war für einige Funkamateure aus Ergoldsbach und Umgebung wieder ein Leistungstest im Rampenlicht der Öffentlichkeit angesagt. Während des Sommerfestes des SV Kläham veranstaltet dieser einen Kurzmarathon über 6,6km quer durch ein Gebiet, das Kommunikationstechnisch absolut nicht erschlossen ist. Der recht flache Taleinschnitt ist mit weniger als 500 Einwohnern kein Eldorado für Mobilfunkanbieter und so ist es nicht verwunderlich, man glaubt es kaum in Deutschland, dass man zum Telefonieren das Haus verlassen muss, den nächsten Hügel besteigen oder mit einer 20elm Yagi herumfuchtelt. In diesem Gebiet einen Notarzt oder die Feuerwehr zu benachrichtigen bedarf eine exponierte Lage oder einen Festnetzanschluss in Reichweite. Beides ist natürlich bei einer Sportveranstaltung die sich auf etwa 9qkm ausbreitet nicht so ohne weiteres möglich.
Dies sind ideale Bedingungen um der Öffentlichkeit zu zeigen, was Funkamateure leisten können. Die Aufgabe bestand wie jedes Jahr aus zwei Problemstellungen. Zuerst sollte der Lauf abgesichert werden, durch einen zentralen Posten am Start und Ziel und mindestens 3 Streckenposten an den unübersichtlichen Punkten des Geländes. Hauptaufgabe war das Läuferfeld im Auge zu behalten und sicher zu stellen, dass keiner abhanden kommt. Bei Streckenausfällen, egal welcher Art, sollten schnelle Informationswege sicherstellen, dass sofort Hilfe geleistet werden kann.
Die Zweite ebenso wichtige Aufgabe bestand in der Verbindung der Hilfsdienste die an der Strecke positioniert waren. Hier spielten einige Eigenarten der deutschen BOS Technik bei FFW und Notarzt eine gravierende Rolle. Kurz gesagt, um eine sichere Alarmierung zu erreichen wurden FFW und Notarzt mit Amateurfunktechnik ausgestattet, da im anderen Fall keine Kommunikation ohne (Festnetz)Telefon möglich wäre. Und leider haben wir genau diese Verbindung dann auch gebraucht.
Gleich beim Start der ersten Gruppe gab es prompt den ersten Zwischenfall. Durch einen Sturz verletzte sich ein Mädchen am Knie und blutete heftig. Hier konnte nun unsere Alarmkette beweisen was sie taugt! Während andere noch darüber nachdachten zu welchem Telefon sie jetzt fahren, konnte der Posten am Start sofort den Notarztwagen rufen, der etwa in der Mitte der Strecke postiert war. Dieser war bereits nach weniger als 5 Minuten am Unfallort. Ein klassischer Fall für schnelle Kommunikation über Funk.
Während der Laufphase wurden von den Streckenposten die Informationen über die Läuferpositionen direkt an die Wettkampfleitung weitergegeben. Dies ist für die ersten und für die letzten Läufer sehr wichtig, da sofort nach dem Start die Strecke für den Verkehr von der Feuerwehr gesperrt und nach dem letzten Läufer wieder geöffnet wird. So konnten wir auch ermitteln, dass die beiden wirklich letzten Läufer(innen) einen kurzen Stopp an einem Eisladen gemacht hatten.
Alles in allem wieder eine erfolgreiche Veranstaltung. Durchgeführt von den Funkamateuren des OV Z 76 und Ergoldsbach. Zum Einsatz kamen nur Geräte mit autonomer Stromversorgung.
UR 29.7.2008
DC8RI
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