30 Jahre

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30 Jahre Jahre 30
Chronik des VFDB-Ortsverbandes Essen, Z45
Gründungsversammlung des Ortsverbands Essen im VFDB war am 30. Oktober 1974 um 16 Uhr im Fernmeldeamt Essen.

Tagesordnung:
1.         Begrüßung
2.         Einführende Worte des Geschäftsführers
3.         Feierliche Gründung des 0V Essen durch den Bezirks verbandsvorsitzenden
4.         Verschiedenes

Beginn der Sitzung war um 16,15 Uhr.

Wegen der Anwesenheit siehe die beiliegende Anwesenheitsliste.

Zu Punkt 1.
OM Jacobs, DJ1TS, begrüßt die Anwesenden und dankt für ihr Erscheinen. Er begrüßt besonders den Bezirksverbandsvorsitzenden OM Heribert Kamps und den Kassierer des Bezirksverbands OM
Alfons Ehlert. Er stellt fest, daß ein Gast, nämlich der Geschäftsführer des VFDB, OM Rolf Meißler, noch fehlt und drückt die Hoffnung aus, daß er sicherlich noch kommen wird, weil er einige Worte zum
Punkt 2 der Tagesordnung sagen will. Dieser Punkt mußte daher zunächst zurückgestellt werden. OM Jacobs bat dann OM Kamps die feierliche Gründung vorzunehmen.

Zu Punkt 3.
OM Kamps verzichtete auf die Feierlichkeit und begann zunächst mit einem ausführlichen Referat über die Geschichte und die Organisation des VFDB. Dann ging er über zu dem neu zu gründenden OV Essen, dem 11. 0V im Bezirk Düsseldorf, dessen Gründung, seiner Meinung nach, lange in der Luft hing, wegen der vielen Interessen gerade auf diesem Gebiet beim FA Essen und wegen der weiten Wege verschiedener OM zum OV Mülheim. OM Kamps erklärt dann, daß jeder 0V einen Vorstand braucht und daß es in einem neuen 0V sinnvoll ist, diesen Vorstand zunächst kommissarisch einzusetzen. Die wenigsten OM kennen sich untereinander, so daß schon deshalb eine Wahl unzweckmäßig ist. Der kommissarisch eingesetzte Vorstand könne ja in 2 Jahren abgewählt oder bestätigt werden.

Folgender Vorstand wurde dann benannt:

Ortsverbandsvorsitzender:    OM Jacobs, DJ1TS
Stellvertreter:               OM Kühmel, DL9JT
Kassierer:                  OM auf der Lake, DC4EZ
QSL-Vermittler:            OM Möller, DC8CT

OM Kamps weist dann noch auf die obligatorische jährliche Mitgliederversammlung hin, von der der Bezirksvorstand ein Protokoll erhalten muß. Zum Schluß seiner Ausführungen bestätigt er die Gründung des OV Essen, wünscht dem Vorstand viel Glück und eine gute Hand in seiner Amtsführung und dem OV selbst die allerbesten Wünsche für eine stürmische Aufwärtsentwicklung. OM Jacobs bedankt sich für die Worte und drückt seinerseits die Hoffnung aus, daß es mit dem neuen 0V aufwärts gehen, und daß die Mitgliederzahl steigen möge. Er bedauert dann, daß OM Meißler immer noch nicht eingetroffen ist, daß aber einführende Worte genug gesagt worden seien, und daß deshalb auf Punkt 2 der Tagesordnung
verzichtet werden kann.

Zu Punkt 4.
a) OV-Abend
Vorschlag: l mal im Monat. Solange noch kein eigener Raum zur Verfügung steht, wieder im Raum hinter der Kantine im FA-Gebäude. Als Termin wird nach längerer Diskussion der I.Montag im Monat festgelegt. Nach einer weiteren Diskussion einigt man sich auf einen Beginn von 18 Uhr.

b) Raum
Im Amt selbst steht z.Zt. kein Raum zur Verfügung. Der Vorstand wird sich bemühen, Räume ausfindig zu machen und dabei auch um Hilfe bei der Amtsleitung bitten. OM Kamps verspricht ggf. zu helfen. Notfalls soll gewartet werden, bis der neue Amtsvorsteher da ist.

c) Neuaufnahmen bzw. Umbuchungen
Bisherige Mülheimer Mitglieder (8) werden in einer Liste zusammengestellt und dem Bezirksvorstand zur Umbuchung gemeldet; ebenso die Mitglieder aus Z03.

Neumitglieder erhielten Aufnahmescheine und wurden an Ort und Stelle aufgenommen (7).

OM Ehiert berichtet kurz über einen Lehrgang zur Hinführung auf die Lizenzprüfung, der vom Bezirk in Moers veranstaltet wird und zwar im Postamtsgebäude an 10 Samstagen, beginnend am 30.11.74. Ende mit Lizenzprüfung im März 75. OM Jacobs weist bei dieser Gelegenheit noch mal darauf hin, daß viele Lizenzen in Essen erwünscht sind, weil ab 15 Lizenzen ein eigener DOK von der EMC genehmigt wird.

d) Clubstation

Rufzeichen soll sofort beantragt werden. Als Verantwortlicher stellt sich OM Jacobs zur Verfügung. Rufzeichenvorschlag DL.. oder DK.. PE (Post Essen) oder FE (Femmeldeamt Essen).

e) Postscheckkonto
Es wird das Konto von OM auf der Lake mitbenutzt.

f) Lehrgänge
OM Jacobs möchte möglichst bald einen Morselehrgang beginnen um Grundkenntnisse im Morsen zu vermitteln. Er soll als Vorbereitung für den Lehrgang in Moers gelten.

g) DOK
Der DOK ist Z04. Ein entsprechender Stempel soll möglichst schnell beschafft werden.

Schlußwort von OM Jacobs mit der Bitte an OM Kamps, den Nachbar-OV'en nochmals Dank zu sagen für die Zustimmung zur Gründung unseres OV.

Ende der Versammlung um 17,40 Uhr.
Essen, den 30. Oktober 1974

Fieldday des Ortsverbandes Essen, Z45
An vielen OV-Abenden planten wir, der 0V Z45, intensiv Ort und Zeitpunkt, Ausrüstung und Transportmöglichkeiten unseres Fielddays im Sommer 1995. Nachdem Ort und Tag feststanden, mußten wir daran denken, neben der benötigten Gerätschaft, wie Funkgeräte, Kabel und Antennen, auch die Dinge für unser leibliches Wohl zu besorgen. Selbstverständlich durften auch ein Zelt, der Grill sowie Tische und Stühle nicht fehlen. Das hieß für uns, Dinge, die nicht in unserer Klubstation vorhanden waren, zu kaufen, auszuleihen oder selber herzustellen. So übernahm Wolfgang, DD2ER, freiwillig das spätere Erklimmen der Mäste, Siegfried, DJ3QU, bastelte eine Langdrahtantenne für die Kurzwelle, Alfred versuchte, ein großes Zelt aufzutreiben, und die anderen kümmerten sich um Getränke, Tische und Stühle, Grill und vieles mehr. Zu unser aller Zufriedenheit konnte alles rechtzeitig beschafft werden, auch standen genügend Autos für den Transport zur Verfügung. Bereits am Abend vor dem großen Tag beluden wir die Autos mit den Geräten und Antennen aus der Klubstation. Notwendige Güter aus unseren eigenen Funkshacks kamen noch hinzu. Am 19. September war es dann soweit. Wir trafen uns um 08.00 Uhr morgens vor der Telekom-Niederlassung Essen. Von dort aus führen wir gemeinsam im Konvoi zu unserem Platz, einem Übungsgelände des oberirdischen Fernmeldebaus der Telekom-Niederlassung Wuppertal. Bereits eine Stunde später luden wir alle Sachen aus. Wir staunten über den Berg an Verpflegung, von unseren Ehefrauen liebevoll zubereitet und eingepackt. So setzten wir uns erst einmal zu einer großen Frühstücksrunde in das Zelt, das uns vom Deutschen Roten Kreuz freundlicherweise zur Verfügung gestellt worden war. Bei gutem Kaffee und lecker belegten Brötchen besprachen wir das weitere Vorgehen. Später brachte Wolfgang die Antennen in Stellung, und wir schlössen die Geräte an. Nachdem auch die Langdrahtantenne eigener Bauart installiert und angepaßt war, konnten wir viele QSCTs führen, unter ihnen auch einige mit anderen Z-Gruppen.

Abwechselnd übernahm jeder den „Dienst" am Funkgerät. Christine, DK2EN, führte die Logbücher und schrieb die QSL-Karten, und zur Erinnerung an diesen Fieldday machte Klaus, DC2JU, ein paar schöne Fotos. Als rundherum alles zum Besten stand, ergoß sich über uns ein heftiger Regenschauer, der den Grill auslöschte. Die kaltgebliebenen Koteletts konnten uns den Tag jedoch nicht verderben. Nachdem wir alles in Sicherheit gebracht hatten, setzten wir uns ins Zelt und ließen uns die von unseren Ehefrauen so reichhaltig zubereiteten Salate schmecken. Gutgelaunt und frisch gestärkt nahmen wir den Betrieb wieder auf. Wir betätigten uns neben der Kurzwelle auch in Packet Radio, und Wilhelm, DL1ECM, hatte mit einer 4 Element sowie einer hohen Yagi Erfolg, denn es gelang ihm, mehrere deutschsprachige Funkfreunde in Übersee zu erreichen. So vergingen die Stunden, und ehe wir uns versahen, war die Zeit zum Aufbruch gekommen. Langsam machten wir uns auf den Rückweg. Am Ende des Tages stand für jeden von uns das gute Gefühl, gemeinsam erfolgreich gewesen zu sein. Bereits die Planung dieses Tages hatte uns viel Spaß gemacht und stärkte den Zusammenhalt in unserer Gruppe, doch auch die Freude über den gelungenen Fieldday wird noch lange anhalten.

An dieser Stelle senden wir ein herzliches Dankeschön an die XYL's und alle Helfer, ohne deren tatkräftige Unterstützung unser Fieldday sicherlich nicht so erfolgreich verlaufen wäre.

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